Aktuell 09 – 2019

An die Bienen Bienen! Immen! Sumseriche!

Wer sich je mit euch vergliche, der verdient, daß man ihn töte! Daß zumindest er erröte! Denn, wie ihr in Tal und Berg schafft ohne Zutun der Gewerkschaft, ohne daß man euch bezahle, ohne Streik und Lohnspirale, täglich, stündlich drauf bedacht, daß ihr für uns Honig macht, ihr seid’s wert, daß man euch ehre! Wobei vorzuschlagen wäre – ob nun alt ihr, ob Novizen – euch von heute ab zu siezen! Unser Dank, unser Applaus säh in etwa so dann aus: „Sehr geehrte Honigbienen! Wir Verbraucher danken Ihnen!“ (Heinz Erhardt)

August – September

Bei diesen hohen Temperaturen, immerhin über 30° C, müssen auch die Pflanzen auf Sparflamme gehen, um nicht zu vertrocknen. An Nektarproduktion ist da nicht zu denken.

Für die Bienen heißt es, zu Hause bleiben. Jetzt können sie einfach mal so abhängen.

Ausnahmen gibt es auch hier, Wasserholerinnen werden ausgesandt, um Kühlwasser zu holen. Hiermit können die Bienen die Temperatur im Stock regulieren.

 

Wichtig und gut zu wissen:

Die Ernte ist jetzt definitiv vorbei und abgeschlossen.

 Wir beginnen mit dem Abräumen, alte Waben werden aussortiert und leere Waben werden zugegeben, um den Bienen genügend Platz für das Winterfutter zu geben.   

 Wie geht es mit den Bienen weiter?

Jetzt ist es soweit, und wir geben ihnen die Gelegenheit, uns bei den Arbeiten am Imkerstand zu begleiten.

Nachdem der Imker den reifen Honig entnommen hat, müssen die Bienen für den Winter aufgefüttert werden.

Die Gefahr des gegenseitigen Ausräuberns ist jetzt am höchsten. Aus diesem Grund werden bei uns alle   Völker zugleich mit Zuckersirup aufgefüttert.

 

 

 

 

 

Wir benutzen spezielle Futterzargen aus Holz. Der Zugang erfolgt hier von oben. Das ist praktisch, da es zu keiner Störung im Bienenvolk selbst kommt.

 

 

Auf dem unteren Foto:

Links unten ist der Zugang zum Futtersirup gut zu erkennen. An der Seite ist ein freier Streifen eingearbeitet. Hier können die Bienen aus ihrer Beute hoch klettern und sich über diesen Zugang bedienen. Damit sie vor dem Ertrinken und Verkleben geschützt sind, gibt es eine unüberwindbare Absperrung aus Drahtgeflecht oder Holz. Links kann man die Bienen sehr gut bei der Futteraufnahme beobachten.

 

 

 

 

Die Vorroabehandlung muss jetzt sofort erfolgen.

 

Wir behandeln das Volk mit medizinischer Ameisensäure, welche wir über den Verein vom Veterinäramt beziehen.

Auch hier gibt es wieder verschiedene Methoden, dieses Arzneimittel im Volk zum verdunsten zu bringen. Hier ist eine dieser Methoden zu sehen. Etwa eine Woche / je nach Außentemperatur / braucht es zum verdunsten.

 

Die Milbe fällt einfach ab.

 

Nach dieser Behandlung wird ein zweites Mal eingefüttert.

 

Um den Erfolg der Behandlung zu kontrollieren, schiebt man am Boden der Beute einen Schieber mit einer „Windel“ (ölgetränktes Papiertuch) hinein.

 

Die abfallenden Milben bleiben so auf dem Tuch und können gezählt werden.

Sind es zu viele, wird eine 2. Behandlung nötig sein.

Mitte September ist dann alles abgeschlossen.